Chronische Wunden

„Zeit heilt alle Wunden"- leider stehen all zu häufig langwierige therapieresistente Wunden hinter der Bedeutung einer chronischen Wunde mit Schmerzen, nicht beherrschter Infektion mit nässenden und eiternden Wunden.

Vorerkrankungen oder Infektionen können eine normale Wundheilung verhindern.
An der Wunde selbst ist es neben der spezifischen Ursachenbehandlung der Wunde das Ziel, so viel wie möglich gesundes Gewebe zu erhalten, die Wunde zu reinigen und abgestorbenes Gewebe zu entfernen. Mittelfristiges Ziel ist es, eine Abheilung der Wunde herbeizuführen.
Die moderne Plastisch- rekonstruktive Chirurgie ist mit den Möglichkeiten der Haut- und Gewebeverpflanzungen in der Lage, derartige chronische Wunden zu verschließen. Je nach Ursache führen hier ganz unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Ziel. Die moderne Wundbehandlung ist heute eine interdisziplinäre Herausforderung, bei der Ärzte verschiedener Fachrichtungen zusammenarbeiten.
Man unterscheidet in der Chirurgie zwischen septischen und aseptischen Wunden.
Aseptische Störungen werden nicht durch Keime verursacht, jedoch kann eine Minderdurchblutung der Haut zum Absterben des Wundrandes führen. Gelegentlich kommt es auch vor, dass Wunden nach einer Operation wieder aufgehen, z.B. wenn zuviel Spannung auf der Naht liegt. Jede offene Wunde ist ein Nährboden für Keime und Bakterien, sich dort einzunisten.
Wenn Keime die Wundheilung verhindern, spricht man von einer septischen Wundheilungsstörung: Klassische Eiter- oder Fäulniserreger befallen die offene Verletzung.
Kommt zusätzlich noch eine Vorerkrankung hinzu, die eine optimale Durchblutung des Wundbereiches verhindert, haben Keime leichtes Spiel. Solche Vorerkrankungen sind Diabetes, Venenerkrankungen oder Gefäßerkrankungen, die z. B. durch Nikotingenuss entstehen.

Information Chronische Wunden (PDF)