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Häu­fi­ge Fra­gen zur Schamlippenverkleinerung

Was ist eine Schamlippenverkleinerung?

Die Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung, auch Labio­plas­tik genannt, ist ein chir­ur­gi­scher Ein­griff im Bereich der Intim­chir­ur­gie. Dabei wird über­schüs­si­ges Gewe­be der inne­ren oder äuße­ren Scham­lip­pen und gege­be­nen­falls am Kli­to­ris­man­tel redu­ziert, um sowohl funk­tio­nel­le Beschwer­den als auch ästhe­ti­sche Wün­sche zu berück­sich­ti­gen. Ziel ist es, die natür­li­che Form wie­der­her­zu­stel­len, Beschwer­den wie Rei­bung oder Schmer­zen zu lin­dern und das Kör­per­ge­fühl zu ver­bes­sern. Die Ope­ra­ti­on dau­ert in der Regel 60 bis 90 Minu­ten und wird ambu­lant unter Lokal­an­äs­the­sie oder Däm­mer­schlaf durch­ge­führt. Häu­fig wird die Kor­rek­tur mit einer Straf­fung der Kli­to­ris­vor­haut kom­bi­niert, um ein har­mo­ni­sches Gesamt­ergeb­nis zu erzie­len. Das Ergeb­nis soll dezent, nar­ben­arm und funk­tio­nell über­zeu­gend sein.

War­um ent­schei­den sich Frau­en für die­sen Eingriff?

Die Grün­de für eine Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung sind viel­fäl­tig und rei­chen von funk­tio­nel­len Ein­schrän­kun­gen bis hin zu psy­chi­schen Belas­tun­gen. Vie­le Frau­en lei­den unter Schmer­zen beim Sport, beim Tra­gen enger Klei­dung oder beim Geschlechts­ver­kehr. Ande­re berich­ten von Scham­ge­füh­len, Unsi­cher­heit im Schwimm­bad oder beim Intim­kon­takt. Oft ent­steht der Wunsch nach einer Ope­ra­ti­on bereits in der Puber­tät, wenn Unter­schie­de auf­fal­len, wird aber lan­ge hin­aus­ge­zö­gert. Für vie­le Pati­en­tin­nen ist der Ein­griff ein ent­schei­den­der Schritt hin zu mehr Selbst­be­wusst­sein und Lebens­qua­li­tät. Er bedeu­tet nicht nur kör­per­li­che Ent­las­tung, son­dern oft auch eine see­li­sche Befreiung.

Ist eine ver­grö­ßer­te Scham­lip­pe medi­zi­nisch bedenklich?

Ver­grö­ßer­te Scham­lip­pen sind zunächst kei­ne Krank­heit, son­dern eine ana­to­mi­sche Vari­an­te. Sie wer­den erst dann medi­zi­nisch rele­vant, wenn sie zu funk­tio­nel­len Pro­ble­men oder chro­ni­schen Rei­zun­gen füh­ren. Typi­sche Beschwer­den sind Schmer­zen beim Rad­fah­ren, Rei­bun­gen in enger Klei­dung oder wie­der­keh­ren­de Ent­zün­dun­gen. Auch psy­chi­sche Fak­to­ren wie Scham oder ein Fremd­kör­per­ge­fühl im eige­nen Kör­per kön­nen die Lebens­qua­li­tät stark beein­träch­ti­gen. In sol­chen Fäl­len ist eine ope­ra­ti­ve Kor­rek­tur medi­zi­nisch sinn­voll und kann eine gro­ße Erleich­te­rung brin­gen. Es geht also weni­ger um „krank“ oder „gesund“, son­dern dar­um, wie sehr die Ver­än­de­run­gen die Betrof­fe­ne im All­tag einschränken.

Ist die Ope­ra­ti­on nur ein ästhe­ti­scher Eingriff?

Nein, die Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung ist weit mehr als ein ästhe­ti­scher Ein­griff. Vie­le Frau­en ent­schei­den sich nicht aus rein kos­me­ti­schen Grün­den, son­dern wegen mas­si­ver funk­tio­nel­ler Beschwer­den. Schmer­zen beim Sport, Pro­ble­me beim Sit­zen oder Scham in inti­men Situa­tio­nen sind häu­fi­ge Aus­lö­ser. Natür­lich kann auch der Wunsch nach einem ästhe­tisch har­mo­ni­sche­ren Erschei­nungs­bild eine Rol­le spie­len. Aber in der Pra­xis zeigt sich, dass die Ope­ra­ti­on für vie­le Betrof­fe­ne ein medi­zi­nisch sinn­vol­ler Schritt ist. Wich­tig ist, dass die Behand­lung indi­vi­du­ell geplant wird, um sowohl funk­tio­nel­le als auch ästhe­ti­sche Aspek­te zu berücksichtigen.

Wie häu­fig wird die­ser Ein­griff durchgeführt?

Die Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung gehört welt­weit zu den am häu­figs­ten durch­ge­führ­ten intim­chir­ur­gi­schen Ein­grif­fen. In den letz­ten Jah­ren ist die Nach­fra­ge stark gestie­gen, weil das The­ma ent­ta­bui­siert und offe­ner bespro­chen wird. Bei DOCU­RE Ber­lin ist die Labio­plas­tik eine eta­blier­te Stan­dard-Ope­ra­ti­on, die regel­mä­ßig mit hoher Rou­ti­ne durch­ge­führt wird. Vie­le Frau­en suchen nach seriö­sen Infor­ma­tio­nen und füh­len sich erst nach einem ver­trau­ens­vol­len Bera­tungs­ge­spräch sicher in ihrer Ent­schei­dung. Durch die Spe­zia­li­sie­rung der Fach­ärz­tin und die häu­fi­ge Durch­füh­rung besteht eine hohe Exper­ti­se, die das Risi­ko mini­miert. Für die Pati­en­tin­nen bedeu­tet dies ein hohes Maß an Sicher­heit und Vertrauen.

Gibt es ver­schie­de­ne Arten von Scham­lip­pen (nor­mal vs. vergrößert)?

Ja, die Form und Grö­ße der Scham­lip­pen sind indi­vi­du­ell sehr unter­schied­lich und unter­lie­gen kei­ner fes­ten Norm. Man­che Frau­en haben von Natur aus sym­me­tri­sche und klei­ne Scham­lip­pen, ande­re auf­fäl­lig län­ge­re oder asym­me­tri­sche. Medi­zi­nisch ist dies alles als Varia­ti­on zu betrach­ten und nicht als Krank­heit. Erst wenn die Scham­lip­pen Beschwer­den ver­ur­sa­chen, spricht man von einer behand­lungs­be­dürf­ti­gen Ver­grö­ße­rung. „Nor­mal“ ist daher nicht durch Maße defi­niert, son­dern durch das indi­vi­du­el­le Wohl­be­fin­den der Frau. Ent­schei­dend ist, ob die Betrof­fe­ne Ein­schrän­kun­gen spürt oder sich im eige­nen Kör­per unwohl fühlt.

Ab wel­chem Alter darf man eine Labio­plas­tik machen?

Eine Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung wird in der Regel erst ab dem 18. Lebens­jahr durch­ge­führt. Das hat den Hin­ter­grund, dass die kör­per­li­che Ent­wick­lung, ins­be­son­de­re die hor­mo­nel­len Ver­än­de­run­gen in der Puber­tät, abge­schlos­sen sein soll­ten. Erst dann kann die Ana­to­mie als sta­bil betrach­tet wer­den und das Ergeb­nis lang­fris­tig ver­läss­lich sein.
In beson­de­ren Aus­nah­me­fäl­len – etwa bei star­ker psy­chi­scher oder kör­per­li­cher Belas­tung – kann die Ope­ra­ti­on auch mini­mal frü­her in Betracht gezo­gen wer­den. In sol­chen Fäl­len gel­ten jedoch beson­ders stren­ge medi­zi­ni­sche, recht­li­che und ethi­sche Anfor­de­run­gen: Die Ärz­tin muss sorg­fäl­tig prü­fen, ob die Pati­en­tin ent­schei­dungs­fä­hig ist, eine umfas­sen­de Auf­klä­rung muss doku­men­tiert wer­den, und bei 18-Jäh­ri­gen wer­den die Eltern­tei­le oder Sor­ge­be­rech­tig­ten ein­be­zo­gen. Wich­tig ist zudem, dass die Pati­en­tin die Trag­wei­te des Ein­griffs ver­steht und eine rei­fe Ent­schei­dung tref­fen kann.

Ist eine Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung gesell­schaft­lich stigmatisiert?

Das The­ma Intim­chir­ur­gie ist nach wie vor mit Scham und Vor­ur­tei­len behaf­tet. Vie­le Frau­en spre­chen nicht offen dar­über, obwohl sie sich seit Jah­ren unwohl füh­len oder Beschwer­den haben. Häu­fig berich­ten Betrof­fe­ne, dass sie ihren Intim­be­reich sogar vor engen Freun­din­nen oder Part­nern ver­ste­cken. Gleich­zei­tig wird die Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung immer häu­fi­ger nach­ge­fragt, was zeigt, dass die gesell­schaft­li­che Tabui­sie­rung lang­sam nach­lässt. Erfah­rungs­be­rich­te, Auf­klä­rung und ein offe­ner Umgang hel­fen, Vor­ur­tei­le abzu­bau­en. DOCU­RE Ber­lin setzt bewusst auf Trans­pa­renz, Empa­thie und eine respekt­vol­le Kom­mu­ni­ka­ti­on, damit Pati­en­tin­nen sich ernst genom­men fühlen.

Wie erken­ne ich, ob eine OP medi­zi­nisch sinn­voll ist?

Eine Ope­ra­ti­on ist medi­zi­nisch sinn­voll, wenn die Scham­lip­pen zu funk­tio­nel­len Ein­schrän­kun­gen füh­ren. Typi­sche Anzei­chen sind Schmer­zen beim Sport, Rei­bun­gen in Klei­dung, wie­der­keh­ren­de Ent­zün­dun­gen oder Pro­ble­me bei der Intim­hy­gie­ne. Auch ein mas­si­ver psy­chi­scher Lei­dens­druck kann eine medi­zi­ni­sche Indi­ka­ti­on dar­stel­len. Im Bera­tungs­ge­spräch prüft die Fach­ärz­tin sorg­fäl­tig, ob die­se Kri­te­ri­en erfüllt sind. Dabei wird zwi­schen rein ästhe­ti­schem Wunsch und funk­tio­na­ler Not­wen­dig­keit unter­schie­den. Das Ziel ist eine kla­re und indi­vi­du­el­le Emp­feh­lung, die den All­tag und das Wohl­be­fin­den der Pati­en­tin spür­bar verbessert.

Wird die Sexua­li­tät nach der OP beeinträchtigt?

Nein, bei fach­ge­rech­ter Durch­füh­rung bleibt die Sexua­li­tät in der Regel unbe­ein­träch­tigt. Die sen­si­blen Ner­ven im Bereich der Kli­to­ris wer­den bei der Ope­ra­ti­on gezielt geschont. In den ers­ten Wochen nach der OP kön­nen Pati­en­tin­nen ein leich­tes Span­nungs­ge­fühl oder vor­über­ge­hen­de Emp­fin­dungs­än­de­run­gen bemer­ken – das gehört zum nor­ma­len Hei­lungs­ver­lauf und bil­det sich in der Regel voll­stän­dig zurück. Vie­le Frau­en berich­ten sogar von einer posi­ti­ven Ver­än­de­rung, weil das Scham­ge­fühl nach­lässt und sie inti­men Kon­takt ent­spann­ter genie­ßen können.
In sel­te­nen Fäl­len kann es jedoch zu län­ger anhal­ten­den Emp­fin­dungs­än­de­run­gen kom­men. Des­halb ist es wich­tig, den Ein­griff von einer erfah­re­nen Fach­ärz­tin durch­füh­ren zu las­sen und sich vor­ab umfas­send bera­ten zu lassen.

Muss ich gesund sein für die OP?

Ja, ein sta­bi­ler kör­per­li­cher Gesund­heits­zu­stand ist Vor­aus­set­zung für die Ope­ra­ti­on. Aku­te Infek­tio­nen, unbe­han­del­te chro­ni­sche Erkran­kun­gen oder Blut­ge­rin­nungs­stö­run­gen müs­sen vor­ab aus­ge­schlos­sen wer­den. Auch psy­chi­sche Sta­bi­li­tät ist wich­tig, da die OP ein inti­mer und sen­si­bler Schritt ist. Im Rah­men der Vor­un­ter­su­chung prüft die Fach­ärz­tin alle rele­van­ten Gesund­heits­fak­to­ren und klärt über mög­li­che Risi­ken auf. Ziel ist es, die Pati­en­tin­nen­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten und Kom­pli­ka­tio­nen zu ver­mei­den. Nur unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen kann die Ope­ra­ti­on sicher und erfolg­reich durch­ge­führt werden.

Wel­che gesund­heit­li­chen Grün­de recht­fer­ti­gen eine Schamlippenverkleinerung?

Zu den häu­figs­ten medi­zi­ni­schen Grün­den zäh­len Schmer­zen beim Sport, beim Sit­zen oder beim Geschlechts­ver­kehr. Auch chro­ni­sche Haut­rei­zun­gen, Hygie­ne­pro­ble­me oder wie­der­keh­ren­de Ent­zün­dun­gen kön­nen eine OP recht­fer­ti­gen. Bei man­chen Pati­en­tin­nen führt die Ver­grö­ße­rung der Scham­lip­pen zu erheb­li­chen Ein­schrän­kun­gen im All­tag. Ein wei­te­rer aner­kann­ter Grund ist der see­li­sche Lei­dens­druck, wenn Frau­en sich stark schä­men oder Sexua­li­tät ver­mei­den. Die Kom­bi­na­ti­on aus kör­per­li­chen und psy­chi­schen Fak­to­ren zeigt, dass eine OP oft weit über kos­me­ti­sche Aspek­te hin­aus­geht. Sie stellt für vie­le Betrof­fe­ne einen ent­schei­den­den Schritt zu mehr Lebens­qua­li­tät dar.

Ist eine OP auch wäh­rend der Peri­ode möglich?

Eine Ope­ra­ti­on soll­te in der Regel nicht wäh­rend der Mens­trua­ti­on durch­ge­führt wer­den, obwohl sie grund­sätz­lich mög­lich ist. Wäh­rend die­ser Zeit ist das Infek­ti­ons­ri­si­ko erhöht, und die Wund­hei­lung kann beein­träch­tigt wer­den. Zudem emp­fin­den vie­le Frau­en wäh­rend ihrer Peri­ode stär­ke­re Schmer­zen, was die post­ope­ra­ti­ve Pha­se erschwe­ren könn­te. Daher emp­feh­len wir, den Ein­griff auf eine ande­re Zyklus­pha­se zu legen. So kön­nen Kom­pli­ka­tio­nen mini­miert und eine best­mög­li­che Hei­lung gewähr­leis­tet wer­den. Der OP-Ter­min wird daher in enger Abstim­mung mit der Pati­en­tin geplant.

Darf ich die OP machen, wenn ich schwan­ger bin?

Nein, wäh­rend einer Schwan­ger­schaft sind elek­ti­ve Ein­grif­fe wie eine Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung aus­ge­schlos­sen. Das Risi­ko für Mut­ter und Kind wäre zu hoch, da die Injek­ti­on von Lokal­an­äs­the­ti­kum erfor­der­lich ist, zudem könn­ten hor­mo­nel­le Ver­än­de­run­gen das Gewe­be beein­flus­sen. Auch die Hei­lungs­pro­zes­se sind wäh­rend die­ser Zeit erschwert. Eine Labio­plas­tik ist daher frü­hes­tens vor einer Schwan­ger­schaft oder nach der Geburt und der Still­zeit emp­feh­lens­wert. Sicher­heit und Gesund­heit der Pati­en­tin und des Kin­des ste­hen dabei an ers­ter Stelle.

Gibt es Kontraindikationen?

Ja, es gibt bestimm­te Umstän­de, unter denen eine Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung nicht durch­ge­führt wer­den soll­te. Dazu gehö­ren Schwan­ger­schaft, unbe­han­del­te Infek­tio­nen im Intim­be­reich, Blut­ge­rin­nungs­stö­run­gen, schlecht ein­ge­stell­ter Dia­be­tes oder eine gene­rell ein­ge­schränk­te Wund­hei­lung. Auch Fak­to­ren wie Rau­chen, Auto­im­mun­erkran­kun­gen oder eine aus­ge­präg­te Nar­ben­nei­gung kön­nen das Risi­ko erhö­hen. Psy­chi­sche Erkran­kun­gen müs­sen indi­vi­du­ell berück­sich­tigt wer­den, vor allem, wenn sie die Ent­schei­dungs­fä­hig­keit beein­flus­sen. Ziel ist immer, die Pati­en­tin kei­nem unnö­ti­gen Risi­ko aus­zu­set­zen. Ein aus­führ­li­ches Auf­klä­rungs­ge­spräch hilft, mög­li­che Kon­tra­in­di­ka­tio­nen recht­zei­tig zu erkennen.

Wel­che Tech­nik hat das gerings­te Risiko?

Es gibt ver­schie­de­ne bewähr­te Metho­den wie die Längs­re­sek­ti­on (Trim/Edge), die soge­nann­te 3D- Labio­plasty, oder die Keil­ex­zi­si­on (Wed­ge­re­sek­ti­on). Alle Ver­fah­ren gel­ten als sicher, wenn sie von einer erfah­re­nen Fach­ärz­tin durch­ge­führt wer­den. Wel­che Metho­de das gerings­te Risi­ko birgt, hängt stark von der indi­vi­du­el­len Ana­to­mie ab. Wich­tig ist eine prä­zi­se Schnitt­füh­rung und die Scho­nung der sen­si­blen Ner­ven. Ziel ist es, ein natür­li­ches Ergeb­nis zu erzie­len und Kom­pli­ka­tio­nen zu ver­mei­den. In einem Bera­tungs­ge­spräch wird sorg­fäl­tig ent­schie­den, wel­ches Ver­fah­ren am bes­ten passt.

Gibt es moder­ne, nar­ben­ar­me Verfahren?

Ja, moder­ne Ope­ra­ti­ons­tech­ni­ken arbei­ten mit sehr fei­nen Schnit­ten und selbst­auf­lö­sen­dem Naht­ma­te­ri­al. Dadurch sind Nar­ben meist unauf­fäl­lig und wer­den im Lau­fe der Zeit noch blas­ser. Schon nach eini­gen Wochen wir­ken die Nar­ben deut­lich zurück­hal­tend, die voll­stän­di­ge Nar­ben­rei­fung dau­ert jedoch meh­re­re Mona­te. Mit sorg­fäl­ti­ger Nach­sor­ge und chir­ur­gi­scher Prä­zi­si­on lässt sich ein natür­li­ches, har­mo­ni­sches Ergeb­nis errei­chen, das funk­tio­nell und ästhe­tisch überzeugt.

Wie wählt der Arzt die pas­sen­de Metho­de aus?

Die Aus­wahl der Tech­nik erfolgt nach einer aus­führ­li­chen Unter­su­chung und Ver­mes­sung der Scham­lip­pen. Dabei wer­den sowohl ana­to­mi­sche Gege­ben­hei­ten als auch die per­sön­li­chen Wün­sche der Pati­en­tin berück­sich­tigt. Die Fach­ärz­tin erklärt die Vor- und Nach­tei­le der Keil- oder Längs­exzi­si­on sowie mög­li­che Kom­bi­na­tio­nen mit einer Kli­to­ris­vor­haut­straf­fung. Wich­tig ist, dass die Pati­en­tin genau ver­steht, wel­ches Ergeb­nis rea­lis­tisch ist. Am Ende wird die Metho­de gewählt, die das bes­te funk­tio­nel­le und ästhe­ti­sche Resul­tat verspricht.

Wie läuft die Vor­un­ter­su­chung ab?

Die Vor­un­ter­su­chung beginnt mit einem aus­führ­li­chen Ana­mne­se­ge­spräch, bei dem die Beschwer­den und Erwar­tun­gen bespro­chen wer­den. Anschlie­ßend erfolgt eine kör­per­li­che Unter­su­chung und gege­be­nen­falls eine Foto-Doku­men­ta­ti­on. Die Fach­ärz­tin klärt detail­liert über den Ablauf der OP, mög­li­che Risi­ken und die Nach­sor­ge auf. Auch Fra­gen zu Anäs­the­sie, Kos­ten und Hei­lungs­ver­lauf wer­den beant­wor­tet. Ziel ist es, dass die Pati­en­tin alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen erhält und eine fun­dier­te Ent­schei­dung tref­fen kann.

Was bespre­che ich beim Beratungsgespräch?

Im Bera­tungs­ge­spräch ste­hen die Wün­sche und Erwar­tun­gen der Pati­en­tin im Vor­der­grund. Die Ärz­tin erklärt die ver­schie­de­nen OP-Metho­den, mög­li­che Risi­ken und den Ablauf. Auch die The­men Kos­ten, Hei­lungs­dau­er und Nach­sor­ge wer­den trans­pa­rent bespro­chen. Pati­en­tin­nen kön­nen alle per­sön­li­chen Fra­gen stel­len und even­tu­el­le Ängs­te äußern. Das Gespräch dient auch dazu, eine ver­trau­ens­vol­le Basis zu schaf­fen. So kön­nen medi­zi­ni­sche Fak­ten und per­sön­li­che Anlie­gen in Ein­klang gebracht werden.

Wie berei­te ich mich auf die OP vor?

Vor der Ope­ra­ti­on soll­ten kei­ne blut­ver­dün­nen­den Medi­ka­men­te (z. B. Aspi­rin) ein­ge­nom­men wer­den. Auch Niko­tin soll­te mög­lichst schon Wochen vor­her redu­ziert oder pau­siert wer­den, da es die Wund­hei­lung beein­träch­ti­gen kann. Auf blut­ver­dün­nen­de Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel, wie Ing­wer, Kur­ku­ma, Vit­amin C, Zink etc. ist ab 10 Tage vor der Ope­ra­ti­on zu ver­zich­ten . Wich­tig ist außer­dem eine sorg­fäl­ti­ge Intim­hy­gie­ne in den Tagen vor dem Ein­griff. Die Rasur des Intim­be­reichs soll­te idea­ler­wei­se ein bis zwei Tage vor­her erfol­gen, um Haut­ir­ri­ta­tio­nen zu ver­mei­den. Am OP-Tag emp­fiehlt es sich, beque­me Klei­dung zu tra­gen und aus­rei­chend Zeit für die anschlie­ßen­de Erho­lung ein­zu­pla­nen. Die Ärz­tin bespricht alle Details indi­vi­du­ell mit der Patientin.

Muss ich Intim­ra­sur vornehmen?

Ja, der Intim­be­reich soll­te für die Ope­ra­ti­on frei von Haa­ren sein. Eine Rasur oder Kür­zung erleich­tert den hygie­ni­schen Zugang zum OP-Feld. Am bes­ten erfolgt die Rasur ein bis zwei Tage vor dem Ein­griff, damit klei­ne Haut­rei­zun­gen vor der OP abhei­len kön­nen. Bei Unsi­cher­hei­ten erklärt das OP-Team genau, wie die Vor­be­rei­tung erfol­gen soll­te. So wird ein sau­be­res und siche­res Ope­ra­ti­ons­um­feld geschaffen.

Wie lan­ge dau­ert der Eingriff?

Die Dau­er einer Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung beträgt in der Regel 60 bis 90 Minu­ten. Wird die Ope­ra­ti­on mit einer Kli­to­ris­vor­haut­straf­fung kom­bi­niert, kann die Zeit etwas län­ger sein. Da es sich um einen ambu­lan­ten Ein­griff han­delt, kön­nen Pati­en­tin­nen in der Regel am sel­ben Tag nach Hau­se gehen. Die exak­te Dau­er hängt von der indi­vi­du­el­len Ana­to­mie und dem Umfang der Ope­ra­ti­on ab. Durch prä­zi­se Pla­nung wird der Ein­griff so effi­zi­ent und scho­nend wie mög­lich durchgeführt.

Wird die OP in Lokal­an­äs­the­sie oder Voll­nar­ko­se gemacht?

Die Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung wird meist in Lokal­an­äs­the­sie durch­ge­führt, extrem sel­ten oft in Kom­bi­na­ti­on mit Däm­mer­schlaf. Auf Wunsch oder bei medi­zi­ni­scher Not­wen­dig­keit kann auch eine Voll­nar­ko­se gewählt wer­den. Lokal­an­äs­the­sie hat den Vor­teil, dass die Pati­en­tin schnell wie­der mobil ist und weni­ger Risi­ken bestehen. Die Ent­schei­dung wird indi­vi­du­ell im Bera­tungs­ge­spräch getrof­fen. Sicher­heit und Kom­fort der Pati­en­tin ste­hen dabei an ers­ter Stelle.

Wie schmerz­haft ist der Eingriff?

Vie­le Pati­en­tin­nen berich­ten, dass der Ein­griff weni­ger schmerz­haft ist, als sie erwar­tet haben. Durch die loka­le Betäu­bung tre­ten wäh­rend der OP kei­ne Schmer­zen auf. In den ers­ten Tagen danach kann es zu einem leich­ten Bren­nen oder Span­nungs­ge­fühl kom­men. Die­se Beschwer­den las­sen sich gut mit leich­ten Schmerz­mit­teln behan­deln. Oft ist die Ein­nah­me von Medi­ka­men­ten nur weni­ge Tage erfor­der­lich. Die meis­ten Frau­en sind über­rascht, wie schnell die Beschwer­den nachlassen.

Wie lan­ge hal­ten die Schmer­zen an?

Schmer­zen oder Miss­emp­fin­dun­gen hal­ten in der Regel nur weni­ge Tage an. Bereits nach einer Woche berich­ten vie­le Pati­en­tin­nen, dass sie nahe­zu beschwer­de­frei sind. Ein leich­tes Span­nungs­ge­fühl oder Schwel­lun­gen kön­nen jedoch noch bis zu zwei Wochen bestehen. Die­se Sym­pto­me gehö­ren zum nor­ma­len Hei­lungs­ver­lauf und bil­den sich von selbst zurück. Durch Scho­nung und rich­ti­ge Pfle­ge kann die Hei­lung zusätz­lich unter­stützt werden.

Wel­che Schmerz­mit­tel wer­den empfohlen?

Bei Bedarf wer­den leich­te Schmerz­mit­tel wie Ibu­profen und Noval­gin als Kom­bi­na­ti­on emp­foh­len. Die­se lin­dern nicht nur Schmer­zen, son­dern wir­ken auch ent­zün­dungs­hem­mend. Ibu­profen hat zusätz­lich eine ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung. Medi­ka­men­te, die die Blut­ge­rin­nung stark beein­flus­sen, soll­ten ver­mie­den wer­den. Vie­le Pati­en­tin­nen benö­ti­gen aller­dings nur wenig oder gar kei­ne Schmerz­mit­tel. Die Ent­schei­dung wird indi­vi­du­ell anhand der Beschwer­den getroffen.

Wann kann ich wie­der nor­mal sitzen?

Direk­tes Sit­zen ist in den ers­ten Tagen oft unan­ge­nehm. Nach etwa zwei Wochen kön­nen die meis­ten Pati­en­tin­nen wie­der pro­blem­los sit­zen. Ein Sitz­kis­sen oder Schwimm­ring kann in der Anfangs­zeit ent­las­ten. Das Föh­nen nach dem Toi­let­ten­gang im Anschluss an ein kur­zes Abdu­schen der Wun­de ohne Sei­fe für ins­ge­samt 14 Tage ist uner­läss­lich für eine zügi­ge, unkom­pli­zier­te Wund­hei­lung. Scho­nen­des Ver­hal­ten beschleu­nigt den Hei­lungs­pro­zess. Nach drei bis vier Wochen ist Sit­zen in der Regel wie­der ohne Ein­schrän­kun­gen möglich.

Wie lan­ge dau­ert die Heilung?

Die Hei­lung dau­ert ins­ge­samt etwa sechs bis acht Wochen. Schwel­lun­gen und Blut­ergüs­se bil­den sich meist nach ein bis zwei Wochen zurück. Das end­gül­ti­ge Ergeb­nis ist nach zwei Mona­ten sicht­bar. Wäh­rend die­ser Zeit sind Scho­nung und rich­ti­ge Nach­sor­ge ent­schei­dend. Kon­troll­ter­mi­ne hel­fen, den Hei­lungs­ver­lauf zu über­wa­chen und zu unterstützen.

Wie pfle­ge ich den Intim­be­reich nach der OP?

Nach der OP soll­te der Intim­be­reich täg­lich mit kla­rem Was­ser gerei­nigt wer­den. Aggres­si­ve Sei­fen oder Pfle­ge­pro­duk­te sind zu ver­mei­den, da sie die Hei­lung stö­ren kön­nen. Nach dem Waschen wird die Regi­on vor­sich­tig mit küh­ler Luft geföhnt. Locke­re Baum­woll­un­ter­wä­sche unter­stützt ein ange­neh­mes Hei­lungs­kli­ma. Zusätz­lich erfol­gen regel­mä­ßi­ge Kon­troll­ter­mi­ne, bei denen  der Hei­lungs­ver­lauf in der Arzt­pra­xis über­prüft wird.

Wann darf ich wie­der Geschlechts­ver­kehr haben?

Geschlechts­ver­kehr ist in der Regel nach etwa sechs Wochen wie­der mög­lich. Bis dahin soll­te die Wund­hei­lung voll­stän­dig abge­schlos­sen sein. Ein zu frü­her Beginn könn­te Schmer­zen ver­ur­sa­chen oder die Näh­te belas­ten. Die Ärz­tin gibt indi­vi­du­ell grü­nes Licht, wenn die Hei­lung sta­bil ist. Vie­le Pati­en­tin­nen berich­ten danach von einem deut­lich ver­bes­ser­ten Kör­per­ge­fühl und weni­ger Hemmungen.

Wann kann ich wie­der Sport treiben?

Sport soll­te für min­des­tens sechs Wochen pau­siert wer­den. Beson­ders belas­ten­de Akti­vi­tä­ten wie Rei­ten, Rad­fah­ren oder Jog­gen sind in der Anfangs­zeit nicht geeig­net. Leich­te Bewe­gung, wie Spa­zier­gän­ge, ist früh­zei­tig mög­lich. Nach ärzt­li­cher Frei­ga­be kön­nen alle Sport­ar­ten wie­der auf­ge­nom­men wer­den. Scho­nung in den ers­ten Wochen schützt das Ergeb­nis und beschleu­nigt die Heilung.

Was soll­te ich in den ers­ten Tagen nach der OP vermeiden?

In den ers­ten Tagen soll­ten Pati­en­tin­nen kör­per­li­che Anstren­gun­gen ver­mei­den. Sport, Geschlechts­ver­kehr, Sau­na und Baden sind Tabu. Auch lan­ges Sit­zen oder enge Klei­dung kön­nen die Hei­lung beein­träch­ti­gen. Schwe­re Las­ten soll­ten nicht geho­ben wer­den. Auf Rei­sen soll­te ver­zich­tet wer­den. Statt­des­sen ste­hen Ruhe, Hygie­ne und Nach­sor­ge­ter­mi­ne im Vordergrund.

Wie viel kos­tet eine Schamlippenverkleinerung?

Die Kos­ten für eine Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung begin­nen bei etwa 3.800 bis 4.500 Euro. Häu­fig ist die Straf­fung der Kli­to­ris­vor­haut im Preis ent­hal­ten. Der exak­te Betrag hängt vom Umfang der Ope­ra­ti­on und den indi­vi­du­el­len Wün­schen ab. In einem Bera­tungs­ge­spräch wird ein trans­pa­ren­ter Kos­ten­vor­anschlag erstellt. Im Preis sind auch Nach­sor­ge und Kon­troll­ter­mi­ne enthalten.

Über­nimmt die Kran­ken­kas­se die Kosten?

Die Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Kos­ten nicht, da es sich meist um einen ästhe­ti­schen Ein­griff han­delt.  Ohne medi­zi­ni­sche Grün­de - wie einen Tumor im Ope­ra­ti­ons­ge­biet - gilt die Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung als Selbstzahler-Leistung.

Gibt es Zuschüs­se bei medi­zi­ni­scher Notwendigkeit?

Ja, in Ein­zel­fäl­len kann es Zuschüs­se oder eine Kos­ten­über­nah­me geben. Vor­aus­set­zung ist eine nach­ge­wie­se­ne medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit, zum Bei­spiel ein Haut­tu­mor im Ope­ra­ti­ons­ge­biet. Dies muss durch ärzt­li­che Attes­te und ein Gut­ach­ten belegt wer­den. Der Antrag erfolgt direkt bei der Kran­ken­kas­se. Die Erfolgs­aus­sich­ten sind aller­dings begrenzt und hän­gen vom indi­vi­du­el­len Fall ab.

Ist eine Raten­zah­lung möglich?

Ja, bei DOCU­RE Ber­lin ist eine Raten­zah­lung mög­lich. Dadurch kön­nen die Kos­ten fle­xi­bel in monat­li­chen Beträ­gen vor der Ope­ra­ti­on begli­chen wer­den. Die Kon­di­tio­nen wer­den indi­vi­du­ell mit der Pati­en­tin ver­ein­bart. So soll jede Frau Zugang zu der Behand­lung erhal­ten, wenn sie medi­zi­nisch oder psy­chisch not­wen­dig ist.

Wel­che Leis­tun­gen sind im Preis enthalten?

Im Preis ent­hal­ten sind die Ope­ra­ti­on, die Anäs­the­sie, alle not­wen­di­gen Nach­sor­ge­ter­mi­ne und die Kon­troll­un­ter­su­chun­gen und die Mehr­wert­steu­er von 19%. In den meis­ten Fäl­len ist auch eine Kli­to­ris­vor­haut­straf­fung Teil des Gesamt­pa­kets. Medi­ka­men­te oder Pfle­ge­pro­duk­te kön­nen zusätz­li­che Kos­ten ver­ur­sa­chen. Wich­tig ist die trans­pa­ren­te Kos­ten­auf­stel­lung, die jede Pati­en­tin vor­ab erhält. So gibt es kei­ne ver­steck­ten Gebühren.

Was sind mög­li­che Komplikationen?

Wie bei jedem chir­ur­gi­schen Ein­griff gibt es auch bei einer Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung mög­li­che Risi­ken. Häu­fig tre­ten zunächst Schwel­lun­gen, Blut­ergüs­se oder leich­te Nach­blu­tun­gen auf – die­se sind meist harm­los und bil­den sich von selbst zurück. Infek­tio­nen sind sel­ten und las­sen sich durch sorg­fäl­ti­ge Hygie­ne und ärzt­li­che Nach­sor­ge gut ver­mei­den. Eben­falls sel­ten, aber mög­lich, sind Auf­fäl­lig­kei­ten wie Asym­me­trien, Wund­hei­lungs­stö­run­gen oder das Ent­fer­nen von zu viel Gewe­be (Über­re­sek­ti­on). In sehr sel­te­nen Fäl­len kann es zu auf­fäl­li­gen Nar­ben kom­men. Die Fach­ärz­tin bespricht alle Risi­ken vor­ab aus­führ­lich und beglei­tet den Hei­lungs­pro­zess eng­ma­schig. Durch Erfah­rung und Prä­zi­si­on der Ope­ra­teu­rin ist die Kom­pli­ka­ti­ons­ra­te ins­ge­samt sehr gering.

Kann es zu Gefühls­ver­lust kommen?

Ein dau­er­haf­ter Ver­lust des Gefühls ist extrem sel­ten. Die sen­si­blen Ner­ven im Bereich der Kli­to­ris und Scham­lip­pen wer­den wäh­rend der Ope­ra­ti­on gezielt geschont. Den­noch kann es in den ers­ten Wochen zu vor­über­ge­hen­den Taub­heits­ge­füh­len, Krib­beln oder Miss­emp­fin­dun­gen kom­men – die­se gehö­ren zum Hei­lungs­pro­zess und ver­schwin­den in den meis­ten Fäl­len wie­der. In sehr sel­te­nen Situa­tio­nen kön­nen Emp­fin­dungs­än­de­run­gen län­ger anhal­ten. Des­halb ist eine prä­zi­se Schnitt­füh­rung und viel Erfah­rung der Ope­ra­teu­rin ent­schei­dend. Vie­le Pati­en­tin­nen berich­ten nach abge­schlos­se­ner Hei­lung sogar von einer ver­bes­ser­ten Sexua­li­tät, da sie sich woh­ler und befrei­ter füh­len. Ins­ge­samt gilt das Risi­ko von dau­er­haf­ten Emp­fin­dungs­stö­run­gen als sehr gering.

Wie hoch ist das Risi­ko von Narbenbildung?

Das Risi­ko auf­fäl­li­ger Nar­ben­bil­dung ist bei einer Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung sehr gering. Moder­ne Ope­ra­ti­ons­tech­ni­ken arbei­ten mit sehr fei­nen Schnit­ten und resor­bier­ba­rem Naht­ma­te­ri­al, sodass die Nar­ben meist unauf­fäl­lig sind. Schon nach eini­gen Wochen wer­den sie deut­lich blas­ser und fal­len im All­tag kaum auf. Aller­dings braucht die end­gül­ti­ge Nar­ben­rei­fung meh­re­re Mona­te – oft zwi­schen sechs und zwölf Mona­te. In die­ser Zeit ver­än­dern sich Far­be und Fes­tig­keit der Nar­be noch. Eine gute Nach­sor­ge, kon­se­quen­te Hygie­ne und das Ver­mei­den von Druck oder Rei­bung in den ers­ten Wochen för­dern ein opti­ma­les Ergeb­nis. Nur in Aus­nah­me­fäl­len, z. B. bei schlech­ter Hei­lung oder Infek­tio­nen, kann eine auf­fäl­li­ge Nar­be entstehen.

Besteht ein Infektionsrisiko?

Ja, wie bei jeder Ope­ra­ti­on besteht ein Infek­ti­ons­ri­si­ko. Die­ses ist jedoch gering, wenn die Nach­sor­ge­emp­feh­lun­gen befolgt wer­den. Wich­tig sind täg­li­che Rei­ni­gung mit Duschen der Wun­den und das Tro­cken­hal­ten der Wun­de. Bei ers­ten Anzei­chen einer Infek­ti­on wird sofort behan­delt. Anti­bio­ti­sche Maß­nah­men sind nur in sel­te­nen Fäl­len not­wen­dig. Eine gute Intim­hy­gie­ne ist der wich­tigs­te Schutz.

Was pas­siert, wenn ich mit dem Ergeb­nis unzu­frie­den bin?

Soll­te das Ergeb­nis nicht den Erwar­tun­gen ent­spre­chen, ist eine Kor­rek­tur-OP mög­lich. Zunächst erfolgt jedoch eine Nach­be­spre­chung, um die Ursa­chen zu klä­ren. Oft bes­sert sich der Ein­druck noch, wenn die Hei­lung abge­schlos­sen ist. Kor­rek­tu­ren wer­den frü­hes­tens nach meh­re­ren Mona­ten durch­ge­führt. Ziel ist es, am Ende ein zufrie­den­stel­len­des Ergeb­nis für die Pati­en­tin zu erreichen.

Wird auch die Kli­to­ris­vor­haut verkleinert?

Ja, bei vie­len Pati­en­tin­nen wird die Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung mit einer Kli­to­ris­vor­haut­straf­fung kom­bi­niert. Dadurch ent­steht ein har­mo­ni­sches Gesamt­bild, da über­schüs­si­ge Haut ober­halb der Kli­to­ris eben­falls redu­ziert wird. Die Straf­fung erfolgt unter Scho­nung der sen­si­blen Ner­ven. So wird sowohl die Funk­ti­on als auch die Ästhe­tik ver­bes­sert. Die Ent­schei­dung, ob eine Kom­bi­na­ti­on sinn­voll ist, wird indi­vi­du­ell getroffen.

Wie vie­le Vor­ge­sprä­che sind notwendig?

In der Regel reicht ein aus­führ­li­ches Bera­tungs­ge­spräch aus, das etwa 30 Minu­ten dau­ert. Dabei wer­den alle medi­zi­ni­schen Aspek­te, Risi­ken und Wün­sche bespro­chen. Bei Unsi­cher­hei­ten oder wei­te­rem Auf­klä­rungs­be­darf kann ein zwei­tes Gespräch erfol­gen. Ziel ist es, dass die Pati­en­tin sich gut infor­miert und sicher fühlt. Ein ver­trau­ens­vol­les Ver­hält­nis zwi­schen Ärz­tin und Pati­en­tin ist dabei beson­ders wichtig.

Wie lan­ge muss ich für die OP planen?

Für die Ope­ra­ti­on selbst soll­ten Pati­en­tin­nen etwa einen hal­ben Tag ein­pla­nen, da Vor­be­rei­tungs­zeit und Nach­be­ob­ach­tung hin­zu­kom­men. Direkt nach dem Ein­griff ist eine Ruhe- und Scho­nungs­pha­se von min­des­tens zwei Wochen sinn­voll. In die­ser Zeit soll­ten kör­per­li­che Belas­tun­gen, Sport und Geschlechts­ver­kehr ver­mie­den wer­den. Die voll­stän­di­ge Hei­lung dau­ert in der Regel sechs bis acht Wochen, wobei Schwel­lun­gen und Blut­ergüs­se schon nach ein bis zwei Wochen zurück­ge­hen. Wer im Büro arbei­tet, kann oft nach weni­gen Tagen bis einer Woche wie­der begin­nen, wäh­rend kör­per­lich belas­ten­de Beru­fe eher eine län­ge­re Aus­zeit von zwei bis drei Wochen erfor­dern. Wäh­rend der Hei­lungs­zeit erfol­gen Kon­troll­ter­mi­ne, um den Ver­lauf sicher zu beglei­ten. Die genaue Pla­nung wird indi­vi­du­ell mit der Ärz­tin abgestimmt.

Kann ich Kin­der direkt nach der OP betreuen?

Leich­te Betreu­ung von Kin­dern ist nach weni­gen Tagen wie­der mög­lich. Schwe­res Heben oder län­ge­res Tra­gen soll­te jedoch ver­mie­den wer­den, da dies die Näh­te belas­ten könn­te. Unter­stüt­zung durch Part­ner oder Fami­lie ist in der ers­ten Zeit nach der OP hilf­reich. Jede Frau hat einen indi­vi­du­el­len Hei­lungs­ver­lauf, wes­halb die Belast­bar­keit unter­schied­lich schnell zurück­kehrt. Mit etwas Scho­nung ist die all­täg­li­che Betreu­ung aber bald wie­der pro­blem­los möglich.

Gibt es eine Alters­gren­ze für den Eingriff?

Nach oben gibt es kei­ne fes­te Alters­gren­ze. Vor­aus­set­zung ist die Voll­jäh­rig­keit und ein guter all­ge­mei­ner Gesund­heits­zu­stand. Auch Frau­en über 50 oder 70 ent­schei­den sich für eine Scham­lip­pen­ver­klei­ne­rung, wenn sie Beschwer­den haben. Ent­schei­dend ist, dass die Pati­en­tin gesund­heit­lich sta­bil ist und kei­ne Kon­tra­in­di­ka­tio­nen vor­lie­gen. Das Bera­tungs­ge­spräch dient dazu, die indi­vi­du­el­le Eig­nung fest­zu­stel­len. Alter allein ist kein Ausschlusskriterium.