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Hyper­hi­dro­se: Ursa­chen, Sym­pto­me und Behandlung

Illustration eines gebeugten Arms zur Darstellung der Schweißdrüsenentfernung

Über­mä­ßi­ges Schwit­zen kann Betrof­fe­ne stark belas­ten – sei es im Berufs­le­ben, im sozia­len Umfeld oder im All­tag. Wer unter Hyper­hi­dro­se lei­det, fühlt sich oft hilf­los und sucht nach effek­ti­ven Lösun­gen. Glück­li­cher­wei­se gibt es zahl­rei­che moder­ne Behand­lungs­me­tho­den, die das Pro­blem gezielt ange­hen und die Lebens­qua­li­tät ver­bes­sern kön­nen. In die­sem Arti­kel erfährst du alles über die Ursa­chen, Sym­pto­me und die neu­es­ten The­ra­pie­an­sät­ze gegen über­mä­ßi­ges Schwitzen.

Was ist Hyper­hi­dro­se? Defi­ni­ti­on der Hyperhidrose

Hyper­hi­dro­se ist eine medi­zi­ni­sche Erkran­kung, bei der die Schweiß­pro­duk­ti­on über das nor­ma­le Maß hin­aus gestei­gert ist. Sie kann ent­we­der pri­mär, ohne erkenn­ba­re Ursa­che, oder sekun­där, als Fol­ge einer ande­ren Erkran­kung oder von Medi­ka­men­ten, auf­tre­ten. Wäh­rend das Schwit­zen eine natür­li­che Funk­ti­on zur Tem­pe­ra­tur­re­gu­lie­rung ist, kann über­mä­ßi­ges Schwit­zen im All­tag eine erheb­li­che Belas­tung dar­stel­len. Beson­ders betrof­fen sind oft die Hän­de, Füße, Ach­seln oder das Gesicht. Um eine ange­mes­se­ne Behand­lung zu fin­den, ist es wich­tig, die genaue Ursa­che der Hyper­hi­dro­se zu bestimmen.

Pri­mä­re Hyperhidrose

Die pri­mä­re Hyper­hi­dro­se tritt oft ohne eine erkenn­ba­re medi­zi­ni­sche Ursa­che auf und ist häu­fig gene­tisch bedingt. Betrof­fe­ne schwit­zen beson­ders in Stress­si­tua­tio­nen oder ohne offen­sicht­li­che äuße­re Ein­flüs­se. Die­se Form beginnt meist in der Kind­heit oder Jugend und bleibt ein Leben lang bestehen. Die Schweiß­pro­duk­ti­on ist dabei auf bestimm­te Kör­per­be­rei­che wie Hän­de, Füße oder Ach­seln beschränkt. Da kei­ne zugrun­de lie­gen­de Erkran­kung vor­liegt, kon­zen­triert sich die Behand­lung auf sym­pto­ma­ti­sche The­ra­pien wie Anti­tran­spi­ran­tien oder Botu­li­num­to­xin-Injek­tio­nen, abla­die­ren­de Schweiß­drü­sen­be­hand­lung mit­tels miraDry®, chir­ur­gi­sche Schweiß­drü­sen­ent­fer­nung oder par­ti­el­le Sym­pa­thek­to­mie.

Sekun­dä­re Hyperhidrose

Die sekun­dä­re Hyper­hi­dro­se hin­ge­gen wird durch eine zugrun­de lie­gen­de Erkran­kung oder Medi­ka­men­ten­ein­nah­me aus­ge­löst. Bei­spie­le hier­für sind hor­mo­nel­le Stö­run­gen, Dia­be­tes, Infek­tio­nen oder neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kun­gen. Im Gegen­satz zur pri­mä­ren Hyper­hi­dro­se kann die­se Form in jedem Alter auf­tre­ten und betrifft oft den gesam­ten Kör­per. Die Behand­lung fokus­siert sich auf die Besei­ti­gung der Ursa­che, bei­spiels­wei­se durch eine Anpas­sung der Medi­ka­ti­on oder die The­ra­pie der Grund­er­kran­kung. Eine ärzt­li­che Dia­gno­se ist essen­zi­ell, um eine geziel­te und wirk­sa­me Behand­lung zu ermög­li­chen. Betrof­fe­ne schwit­zen beson­ders in Stress­si­tua­tio­nen oder ohne offen­sicht­li­che äuße­re Ein­flüs­se. Die sekun­dä­re Hyper­hi­dro­se hin­ge­gen wird durch eine zugrun­de lie­gen­de Erkran­kung oder Medi­ka­men­ten­ein­nah­me aus­ge­löst. Bei­spie­le hier­für sind hor­mo­nel­le Stö­run­gen, Dia­be­tes, Infek­tio­nen oder neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kun­gen. Wäh­rend die pri­mä­re Form meist schon in der Jugend beginnt, kann die sekun­dä­re Hyper­hi­dro­se in jedem Lebens­ab­schnitt auftreten.

Ursa­chen und Sym­pto­me von Hyperhidrose

Die sekun­dä­re Hyper­hi­dro­se tritt im Gegen­satz zur pri­mä­ren Form als Fol­ge ver­schie­de­ner Erkran­kun­gen oder äuße­rer Ein­flüs­se auf. Infek­tio­nen mit Fie­ber wie Grip­pe, Mala­ria oder Tuber­ku­lo­se gehö­ren eben­so zu den mög­li­chen Ursa­chen wie hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen in den Wech­sel­jah­ren, wäh­rend der Schwan­ger­schaft oder durch eine Schild­drü­sen­über­funk­ti­on. Auch Stoff­wech­sel­stö­run­gen wie Dia­be­tes oder Leber­zir­rho­se kön­nen eine ver­mehr­te Schweiß­pro­duk­ti­on begüns­ti­gen. Dar­über hin­aus kön­nen bestimm­te Medi­ka­men­te – dar­un­ter Beta­blo­cker, Anti­de­pres­si­va oder Kor­ti­son-Prä­pa­ra­te – eine ver­stärk­te Schweiß­bil­dung als Neben­wir­kung hervorrufen.

Neben kör­per­li­chen Ursa­chen spie­len auch psy­chi­sche Belas­tun­gen wie Stress oder Angst­stö­run­gen eine Rol­le. Eben­so kön­nen neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kun­gen wie Par­kin­son oder Fibro­my­al­gie sowie Herz-Kreis­lauf-Pro­ble­me, etwa Herz­in­suf­fi­zi­enz oder Herz­rhyth­mus­stö­run­gen, Aus­lö­ser sein. Zudem kann Hyper­hi­dro­se im Zusam­men­hang mit Man­gel­er­näh­rung, Mager­sucht oder Sub­stanz­miss­brauch auftreten.

Inno­va­ti­ve Behand­lungs­me­tho­den bei DOCU­RE Berlin

Kon­ser­va­ti­ve Behandlungsmethoden

Je nach Ursa­che und Schwe­re­grad der Hyper­hi­dro­se gibt es ver­schie­de­ne The­ra­pie­an­sät­ze. Leich­te Fäl­le las­sen sich oft mit Anti­tran­spi­ran­tien, die Alu­mi­ni­um­chlo­rid ent­hal­ten, in den Griff bekom­men. Bei mit­tel­schwe­ren Fäl­len kön­nen Ionto­pho­re­se oder medi­ka­men­tö­se Behand­lun­gen hel­fen, um die Schweiß­pro­duk­ti­on zu reduzieren.

miraDry® – Dau­er­haf­te Lösung gegen Achselschweiß

DOCU­RE Ber­lin ist spe­zia­li­siert auf moder­ne und effek­ti­ve Behand­lungs­me­tho­den gegen Hyper­hi­dro­se. Eine der inno­va­tivs­ten Metho­den ist die miraDry®-Behandlung, die spe­zi­ell für über­mä­ßi­ges Schwit­zen unter den Ach­seln ent­wi­ckelt wur­de. Dabei wird mit­hil­fe von prä­zi­ser Mikro­wel­len­en­er­gie gezielt Schweiß­drü­sen­ge­we­be erhitzt und dau­er­haft deak­ti­viert. Die Behand­lung ist mini­mal­in­va­siv, schmerz­arm und bie­tet eine sofor­ti­ge und lang­fris­ti­ge Reduk­ti­on der Schweiß­pro­duk­ti­on. Im Gegen­satz zu ope­ra­ti­ven Ein­grif­fen hin­ter­lässt miraDry® kei­ne Nar­ben und ist eine siche­re Alter­na­ti­ve zu Botox oder chir­ur­gi­schen Verfahren.

Wis­sens­wer­tes zur Schweißdrüsenentfernung

Dau­er des Beratungsgesprächs30 Minu­ten
Dau­er der Behandlung1,5 Stun­den
Nar­ko­se­artLokal­an­äs­the­sie
Behand­lungAmbu­lant
Nachsorge/Termine2- 3 Tage Küh­lung axil­lär bei erhal­te­ner Arbeitsfähigkeit
1. post­ope­ra­ti­ver Tag
Wiedervorstellung
Gesell­schafts­fä­hig­keit1. Tag
Arbeits­un­fä­hig­keitkei­ne
Kos­ten1.900,- Euro

Wann zum Arzt bei star­kem Schwitzen?

Pati­en­ten, die ohne erkenn­ba­ren Grund unter star­ken Schweiß­aus­brü­chen lei­den, soll­ten unbe­dingt einen Arzt auf­su­chen, da eine Krank­heit dahin­ter­ste­cken kann, die behan­delt wer­den muss. Ein aku­ter Schweiß­aus­bruch mit kal­tem Schweiß, ohne erkenn­ba­re äuße­re Ursa­che, kann Sym­ptom eines Herz­in­fark­tes sein. Kom­men wei­te­re Beschwer­den wie Atem­not, Angst­ge­füh­le, Schwin­del, Schwä­che­ge­fühl, Übel­keit und Schmer­zen oder Enge­ge­fühl im Brust­be­reich oder Arm hin­zu, soll­ten Sie sofort einen Ret­tungs­dienst (112) alarmieren.

Tipps zur Redu­zie­rung von über­mä­ßi­gem Schwitzen

Ernäh­rung und Lebensstil

Wer sei­ne Schweiß­pro­duk­ti­on auf natür­li­che Wei­se redu­zie­ren möch­te, kann eini­ge All­tags­tipps beach­ten. Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung ohne schar­fe, fet­ti­ge und stark gewürz­te Spei­sen kann hel­fen, da die­se Lebens­mit­tel den Stoff­wech­sel anre­gen und die Kör­per­tem­pe­ra­tur erhö­hen. Der Ver­zicht auf Alko­hol, Niko­tin und kof­fe­in­hal­ti­ge Geträn­ke kann eben­falls hilf­reich sein, da die­se Sub­stan­zen das Ner­ven­sys­tem sti­mu­lie­ren und die Schweiß­drü­sen anre­gen. Das Tra­gen luft­durch­läs­si­ger Klei­dung aus Baum­wol­le, Lei­nen oder dün­ner Wol­le sorgt für eine bes­se­re Luft­zir­ku­la­ti­on und ver­hin­dert über­mä­ßi­ges Schwit­zen. Zudem soll­te auf syn­the­ti­sche Mate­ria­li­en ver­zich­tet wer­den, da sie die Wär­me stau­en und den Schweiß nicht gut aufnehmen.

Stress­be­wäl­ti­gung und Hygiene

Stress­be­wäl­ti­gung durch Ent­span­nungs­übun­gen wie Yoga, Medi­ta­ti­on oder auto­ge­nes Trai­ning kann die Schweiß­pro­duk­ti­on posi­tiv beein­flus­sen, da Stress einer der Haupt­aus­lö­ser für über­mä­ßi­ges Schwit­zen ist. Der regel­mä­ßi­ge Wech­sel von Schu­hen hilft, Feuch­tig­keit zu redu­zie­ren und unan­ge­neh­me Gerü­che zu ver­mei­den, ins­be­son­de­re bei star­kem Fuß­schweiß. Offe­ne Schu­he oder bar­fuß lau­fen, wann immer mög­lich, sorgt für eine bes­se­re Belüf­tung der Füße. Die regel­mä­ßi­ge Rasur der Ach­sel­haa­re kann dazu bei­tra­gen, dass sich weni­ger Schweiß und Bak­te­ri­en ansam­meln, wodurch unan­ge­neh­me Gerü­che redu­ziert wer­den. Zudem kön­nen spe­zi­el­le Anti­tran­spi­ran­te mit Alu­mi­ni­um­chlo­rid genutzt wer­den, um die Schweiß­pro­duk­ti­on gezielt zu hem­men. Alu­mi­ni­um­chlo­rid wird aller­dings vom Bun­des­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung bei emp­find­li­chen Haut­ty­pen (Skin­typ 1) hin­sicht­lich sei­ner Lang­zeit­wir­kung als risi­ko­haft bewertet.