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Brust­re­kon­struk­ti­on – Wie­der­her­stel­lung mit medi­zi­ni­scher und ästhe­ti­scher Präzision

Brustskizze für ästhetische Chirurgie bei Docure Berlin

Laut DKFZ ist jede drei­zehn­te Frau in Deutsch­land im Lau­fe ihres Lebens von Brust­krebs betrof­fen – ein Schick­sals­schlag, der nicht nur die Gesund­heit, son­dern auch das Selbst­bild mas­siv beein­flus­sen kann. Nach einer Mas­tek­to­mie füh­len sich vie­le Frau­en kör­per­lich unvoll­stän­dig, was das Selbst­be­wusst­sein erheb­lich min­dern kann. Die moder­ne Brust­re­kon­struk­ti­on bie­tet heu­te viel­fäl­ti­ge, siche­re und indi­vi­du­ell anpass­ba­re Mög­lich­kei­ten, um die Brust­form – mit Eigen­ge­we­be oder Sili­kon – ästhe­tisch und funk­tio­nal wiederherzustellen.

Dr. Annett Klein­schmidt, die Spe­zia­lis­tin für Brust­auf­bau bei Frau­en nach Tumor­er­kran­kung, berät Sie ver­trau­ens­voll zu allen Optio­nen – etwa zur Brust­re­kon­struk­ti­on mit Eigen­ge­we­be oder dem Ein­satz eines Expan­ders. Ziel ist es, mit höchs­ter fach­li­cher Exper­ti­se und Empa­thie einen Wie­der­auf­bau zu ermög­li­chen, der sich natür­lich anfühlt und aus­sieht – für Ihr neu­es Kör­per­ge­fühl nach der Brust-OP.

Die Behand­lung im Überblick

Bei Docu­re Ber­lin erfolgt die Brust­re­kon­struk­ti­on indi­vi­du­ell ange­passt – ent­we­der direkt im Anschluss an die Mas­tek­to­mie oder zu einem spä­te­ren Zeit­punkt. Je nach kör­per­li­cher Vor­aus­set­zung und Wunsch der Pati­en­tin kann der Brust­wie­der­auf­bau nach Mas­tek­to­mie mit Eigen­ge­we­be, Eigen­fett durch Lipo­fil­ling oder mit Sili­kon­im­plan­ta­ten erfol­gen. Bei der Vari­an­te mit Eigen­ge­we­be kom­men Tech­ni­ken wie DIEP- oder I-Gap Lap­pen­plas­ti­ken zum Ein­satz, bei denen Gewe­be z. B. aus dem Bauch oder Gesaess ent­nom­men wird. Bei der Ver­wen­dung von Sili­kon­im­plan­ta­ten kann zur Vor­be­rei­tung ein soge­nann­ter Expan­der in die Brust ein­ge­setzt wer­den, der das Gewe­be lang­sam dehnt. Ziel ist stets ein natür­li­ches Ergeb­nis, das mit den kör­per­li­chen Gege­ben­hei­ten har­mo­niert. Der gesam­te Ablauf wird im Vor­feld aus­führ­lich bespro­chen und trans­pa­rent geplant.

Wis­sens­wer­tes zur Brustrekonstruktion

Dau­er des Beratungsgesprächs1 Stun­de
Dau­er der Operation1 - 6 Stunden
Nar­ko­se­artVoll­nar­ko­se
Behand­lungSta­tio­när
Nachsorge/TermineGgf. Drai­na­gen
Ent­spre­chen­de Kompressionswäsche
1. post­ope­ra­ti­ver Tag Wiedervorstellung
6 Wochen kein Sport
UV-Schutz
Ent­fer­nung der Fäden14. - 21. Tag
Gesell­schafts­fä­hig­keitAb 1. - 3. Tag
Arbeits­un­fä­hig­keit2 - 4 Wochen
Kos­tenab 7.500,- Euro
Kos­ten­über­nah­me durch die Krankenkassemög­lich

Risi­ken der Brustrekonstruktion

Wie bei jedem chir­ur­gi­schen Ein­griff sind auch bei der Brust­re­kon­struk­ti­on Risi­ken vor­han­den.  Die Wahl der Metho­de, Vor­er­kran­kun­gen sowie die kör­per­li­che Ver­fas­sung spie­len hier­bei eine gro­ße Rol­le. Ein erfah­re­ner plas­ti­scher Chir­urg mini­miert das Risi­ko durch prä­zi­se Pla­nung, ste­ri­le Tech­ni­ken und eng­ma­schi­ge Nach­sor­ge. Den­noch möch­ten wir trans­pa­rent auf mög­li­che Kom­pli­ka­tio­nen hin­wei­sen, damit Sie gut infor­miert sind.

Mög­li­che Risi­ken einer Brust­re­kon­struk­ti­on im Überblick:

Wund­hei­lungs­stö­run­gen: Ins­be­son­de­re bei der Ver­wen­dung von Eigen­ge­we­be kön­nen Durch­blu­tungs­stö­run­gen auf­tre­ten, die den Hei­lungs­ver­lauf ver­zö­gern. Es kann bis zur Nekro­se (Abster­ben) des trans­plan­tier­ten Gewe­bes kom­men In sel­te­nen Fäl­len kann dies eine Nach­be­hand­lung oder sogar einen erneu­ten Ein­griff erfor­der­lich machen.

  • Infek­tio­nen: Ins­be­son­de­re bei der Ver­wen­dung von Eigen­ge­we­be kön­nen Durch­blu­tungs­stö­run­gen auf­tre­ten, die den Hei­lungs­ver­lauf ver­zö­gern. Eine früh­zei­ti­ge anti­bio­ti­sche Behand­lung oder das Ent­fer­nen eines Implan­tats kann im Ein­zel­fall not­wen­dig sein.
  • Nar­ben­bil­dung: Abhän­gig von der indi­vi­du­el­len Ver­an­la­gung, kann es zur Bil­dung von wuls­ti­gen oder ver­här­te­ten Nar­ben kom­men. Eine geziel­te Nar­ben­pfle­ge oder – bei Bedarf – eine spä­te­re Kor­rek­tur­be­hand­lung kann das Erschei­nungs­bild deut­lich verbessern.
  • Gefühls­stö­run­gen: Tem­po­rä­re oder in sel­te­nen Fäl­len dau­er­haf­te Taub­heits­ge­füh­le im Brust­be­reich sind mög­lich. Die­se Sen­si­bi­li­täts­stö­run­gen sind meist vor­über­ge­hend, kön­nen in sel­te­nen Fäl­len jedoch dau­er­haft bestehen bleiben.
  • Kap­sel­fi­bro­se (bei Implan­ta­ten): Das umlie­gen­de Gewe­be kann sich ver­här­ten, was unter Umstän­den zu Span­nungs­ge­füh­len oder Schmer­zen führt. Dies kann Span­nungs­ge­füh­le oder Schmer­zen ver­ur­sa­chen und unter Umstän­den eine ope­ra­ti­ve Kor­rek­tur erfordern.
  • Asym­me­trie: Unter­schie­de in Form oder Lage der Brüs­te kön­nen nach dem Ein­griff auf­tre­ten. Sol­che Asym­me­trien las­sen sich in vie­len Fäl­len durch klei­ne­re Kor­rek­tur­ein­grif­fe aus­glei­chen, die bei Anglei­chung der Gegen­sei­te von der Kran­ken­kas­se nicht über­nom­men werden.

Fra­gen und Ant­wor­ten zur Brustrekonstruktion

FAQs vor der Behandlung

Wie kann die Brust nach einer Mas­tek­to­mie wie­der auf­ge­baut werden?

Nach einer Mas­tek­to­mie gibt es drei eta­blier­te Ver­fah­ren zum Brust­auf­bau: den Wie­der­auf­bau mit Sili­kon­im­plan­ta­ten und den Brust­auf­bau mit Eigen­ge­we­be. Manch­mal kommt ein Lipo­fil­ling mit Eigen­fett in Fra­ge. Die Aus­wahl hängt von meh­re­ren Fak­to­ren ab – dar­un­ter die kör­per­li­che Ver­fas­sung, die Haut­qua­li­tät, der onko­lo­gi­sche Behand­lungs­ver­lauf sowie indi­vi­du­el­le Wün­sche. Der Eigen­ge­webs­auf­bau erfolgt über­wie­gend durch die Ver­la­ge­rung von Gewe­be vom Bauch (DIEP- oder I-Gap-Lap­­pen), Ober­schen­kel oder Rücken (Latis­­si­­mus-dor­­si-Lap­­pen).

Alter­na­tiv kann eine Implan­tat­lö­sung mit oder ohne vor­he­ri­gen Ein­satz eines Expan­ders erfol­gen, um das Gewe­be schritt­wei­se zu deh­nen. Wel­che Metho­de sinn­voll ist, wird in einem aus­führ­li­chen Gespräch mit der behan­deln­den Fach­ärz­tin unter Berück­sich­ti­gung medi­zi­ni­scher Vor­aus­set­zun­gen und per­sön­li­cher Prä­fe­ren­zen entschieden.

Wann ist eine Brust­re­kon­struk­ti­on nach Bestrah­lung möglich?

Nach einer Strah­len­the­ra­pie soll­te der Wie­der­auf­bau der Brust in der Regel frü­hes­tens nach 6 bis 12 Mona­ten erfol­gen, um die Gewe­be­hei­lung nicht zu gefähr­den. Eine zu frü­he Rekon­struk­ti­on kann zu Wund­hei­lungs­stö­run­gen oder unzu­frie­de­nen ästhe­ti­schen Ergeb­nis­sen füh­ren, da bestrahl­te Haut weni­ger elas­tisch und schlech­ter durch­blu­tet ist. Häu­fig wird in die­sen Fäl­len ein Auf­bau mit Eigen­ge­we­be bevor­zugt, da die­ses über eine eige­ne Blut­ver­sor­gung ver­fügt und bes­ser auf die Bedin­gun­gen reagiert.

In Ein­zel­fäl­len kann auch eine Kom­bi­na­ti­on aus Expan­der und Implan­tat erwo­gen wer­den, jedoch ist hier das Risi­ko für Kom­pli­ka­tio­nen erhöht. Die Ent­schei­dung wird stets indi­vi­du­ell getrof­fen und hängt stark vom Zustand des Gewe­bes sowie vom Gesamt­ver­lauf der Krebs­be­hand­lung ab.

Wann erfolgt eine Brustrekonstruktion?

Die Brust­re­kon­struk­ti­on kann ent­we­der sofort im Rah­men der Tumor­ope­ra­ti­on (pri­mär) oder zeit­lich ver­setzt (sekun­där) vor­ge­nom­men wer­den. Die pri­mä­re Rekon­struk­ti­on erfolgt direkt nach der Brust­ent­fer­nung und kann psy­chisch ent­las­tend wir­ken, da kein “brust­lo­ser” Zeit­raum ent­steht. Eine sekun­dä­re Rekon­struk­ti­on erfolgt hin­ge­gen meist eini­ge Mona­te bis Jah­re nach Abschluss aller onko­lo­gi­schen The­ra­pien – ins­be­son­de­re dann, wenn zunächst kei­ne Rekon­struk­ti­on gewünscht war oder Bestrah­lung not­wen­dig war. Bei­de Vari­an­ten haben Vor- und Nach­tei­le, die indi­vi­du­ell im Kon­text der Tumor­art, der Behand­lung und des all­ge­mei­nen Gesund­heits­zu­stan­des abge­wo­gen wer­den müs­sen. Ein per­sön­li­ches Bera­tungs­ge­spräch ist essen­zi­ell für eine fun­dier­te Entscheidung.

Was muss vor der Brust­re­kon­struk­ti­on unbe­dingt beach­tet werden?

Vor einer Brust­re­kon­struk­ti­on ist eine sorg­fäl­ti­ge medi­zi­ni­sche Vor­be­rei­tung not­wen­dig. Dazu zäh­len aktu­el­le bild­ge­ben­de Ver­fah­ren (MRT, Mam­mo­gra­fie, Ultra­schall), die Bespre­chung der onko­lo­gi­schen Vor­ge­schich­te sowie eine kör­per­li­che Unter­su­chung zur Beur­tei­lung von Haut­qua­li­tät und mög­li­chem Spen­der­ge­we­be. Blut­ver­dün­nen­de Medi­ka­men­te müs­sen je nach ärzt­li­cher Anwei­sung pau­siert wer­den, Rau­chen soll­te min­des­tens 4 Wochen vor dem Ein­griff ein­ge­stellt wer­den, um die Wund­hei­lung nicht zu beein­träch­ti­gen. Auch die post­ope­ra­ti­ve Ver­sor­gung (z. B. Kom­­pres­­si­ons-BH, häus­li­che Unter­stüt­zung) soll­te vor­ab orga­ni­siert sein. Die behan­deln­de Ärz­tin klärt Sie im Bera­tungs­ge­spräch umfas­send über alle Schrit­te und Anfor­de­run­gen auf.

FAQs nach der Behandlung

Was muss nach der Brust­re­kon­struk­ti­on unbe­dingt beach­tet werden?

Nach der Brust­re­kon­struk­ti­on gel­ten kla­re Regeln zur Scho­nung: In den ers­ten 6 Wochen dür­fen kei­ne schwe­ren Las­ten getra­gen oder Sport­ar­ten aus­ge­übt wer­den. Ein medi­zi­ni­scher Kom­­pres­­si­ons-BH ist rund um die Uhr zu tra­gen, um Schwel­lun­gen zu redu­zie­ren und die Form zu sta­bi­li­sie­ren. Drai­na­gen wer­den größ­ten­teils nach bis spä­tes­tens zwi­schen 2 und 10 Tagen nach der OP ent­fernt, regel­mä­ßi­ge Nach­sor­ge­un­ter­su­chun­gen sind uner­läss­lich. Nar­ben­pfle­ge und UV-Schutz unter­stüt­zen ein gutes Lang­zeit­er­geb­nis. Die behan­deln­de Ärz­tin gibt Ihnen einen indi­vi­du­el­len Nach­sor­ge­plan mit allen rele­van­ten Maß­nah­men an die Hand.

Wie lan­ge ist man krank nach einem Brustaufbau?

Die Dau­er der Arbeits­un­fä­hig­keit nach einer Brust­re­kon­struk­ti­on hängt stark von der OP-Metho­­de und dem kör­per­li­chen Zustand der Pati­en­tin ab. Bei einer Rekon­struk­ti­on mit Sili­kon­im­plan­ta­ten beträgt die Hei­lungs­zeit in der Regel etwa 3 bis 4 Wochen. Bei auf­wen­di­ge­ren Eigen­ge­webs­ver­fah­ren kann die Erho­lungs­zeit 4 bis 6 Wochen oder län­ger betra­gen. Ent­schei­dend ist die Art der beruf­li­chen Tätig­keit – bei kör­per­lich anstren­gen­der Arbeit kann die Krank­schrei­bung ver­län­gert wer­den. Die genaue Dau­er wird indi­vi­du­ell fest­ge­legt und ori­en­tiert sich am Hei­lungs­ver­lauf sowie den ärzt­li­chen Empfehlungen.

Wie sehen die Brüs­te nach der Rekon­struk­ti­on aus?

Das Aus­se­hen der rekon­stru­ier­ten Brust kann nie voll­stän­dig mit der natür­li­chen Brust iden­tisch sein, doch moder­ne Tech­ni­ken ermög­li­chen ein har­mo­ni­sches, ästhe­ti­sches Ergeb­nis. Bei Implan­tat­lö­sun­gen wirkt die Brust meist fes­ter und sym­me­tri­scher, bei Eigen­ge­we­be natür­li­cher in Form und Hap­tik. Die Form ver­än­dert sich in den ers­ten Mona­ten noch durch Rück­gang der Schwel­lung und Nar­ben­hei­lung. Eine Anpas­sung der Gegen­sei­te zur Sym­me­trie (z. B. Straf­fung oder Ver­klei­ne­rung) kann im Ver­lauf medi­zi­nisch sinn­voll und ästhe­tisch wün­schens­wert sein und ist lei­der nicht im Gegen­stands­ka­ta­log der Leis­tungs­pflicht der deut­schen Kran­ken­kas­sen. Die rea­lis­ti­schen Erwar­tun­gen wer­den im Bera­tungs­ge­spräch erläutert.