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Keloide zu behan­deln, ist langwierig

Bei Nar­ben gibt es zahl­rei­che Behand­lungs­me­tho­den. Aber Keloide die­ser Art zu behan­deln, ist ein lang­wie­ri­ger Pro­zess und oft nicht in einem Schritt erle­digt. Keloide über­schrei­ten typi­scher­wei­se die Gren­ze der ursprüng­li­chen Ver­let­zungs­wun­de und wuchern häu­fig über meh­re­re Jah­re immer wei­ter. Sie sind derb, wuls­tig, stark gerö­tet und ver­ur­sa­chen häu­fig Juck­reiz oder Druck­schmer­zen. Eine The­ra­pie ist auf­grund der hohen Rezi­div­ra­te nach wie vor schwierig.

Die Behand­lung begin­nen wir bei die­ser Pati­en­tin mit Kor­ti­son-Injek­tio­nen alle 4 Wochen, min­des­tens 4-6 Mal und der Dau­er-Benut­zung eines Sili­kon­pflas­ters Scarfx.
Dar­un­ter wird es kei­ne atem­be­rau­ben­den Ergeb­nis­se geben, wenn­gleich die Pati­en­tin jetzt schon froh ist, dass die Nar­be nicht mehr knall­rot ist. Ziel ist eine Abflachung/Entfernung der Nar­be durch Akti­vi­täts­re­duk­ti­on der Fibro­blas­ten, die zu die­ser über­schie­ßen­den Nar­ben­bil­dung führen.

Der nächs­te Schritt wird eine intralä­sio­na­le Exzi­si­on unter Kor­ti­son sein, d.h. es wird unter Kor­ti­so­n­in­jek­ti­on an den Läsi­ons­rän­dern unter Belas­sen eines Keloid­restran­des geschnit­ten und das Gan­ze fach­ge­recht zuge­näht. Ziel ist es die Brei­te des Keloids zu redu­zie­ren. Ganz raus­schnei­den wür­de bedeu­ten, dass sich das Keloid stär­ker und grö­ßer wie­der bil­den kann. 

Häu­fig ist bei Keloiden die­ser Art eine wei­te­re Exzi­si­on der Keloidrän­der in Kom­bi­na­ti­on mit einer Bestrah­lungs­the­ra­pie nötig. Im Anschluss an die OP wer­den wir ins­ge­samt 5 Mal alle 2 Tage eine iso­lier­te Bestrah­lung mit 2Gray machen, um das Keloid end­gül­tig am erneu­ten Wachs­tum zu hindern.

Jetzt kön­nen Sie sich aus­rech­nen, wie lan­ge es dau­ert, bis die­se Nar­be gut aus­sieht, oder? Mit­te nächs­ten Jah­res schät­ze ich …